Wie vil mir eren ie beschach
durch fürsten, königin
gevach,
und was ich freuden ie gesach,
das püess ich als
under ainem dach.
mein ungemach der hat ain langes ende.
Vil
gueter witz der gieng mir not,
seit ich muess sorgen umb das
prot.
dazue so wirt mir vil gedrot,
und tröst mich niena
mündlin rot.
den ich e pot, die lassen mich ellende.
Wellend
ich gugg, so hindert mich
köstlicher ziere sinder;
der ich e
pflag, dafür ich sich
neur kelber, gaiss, pöck, rinder,
und
knospot leut, swarz, hässelich,
vast rotzig gen dem
winder,
die geben muet als sackwein, vich.
vor angst slach
ich mein kinder
oft hinhinder.
Dann kumpt ir mueter
zuegepraust,
zwar die begint zu schelten.
gäb si mir aines
mit der faust,
des müest ich ser entgelten.
si spricht: "wie
hastu nu erzaust
die kind zu ainem zelten?"
ab irem zoren
mir da graust;
doch mangel ich sein selten
scharff mit
spelten.
Mein kurzweil die ist mangerlai,
neur eselgsang und
pfawengschrai
wunscht ich mir nicht mer umb ain ai.
vast
rauscht der pach in hurlahai
mein haupt entzwai, das es begint
zu kranken.
Also trag ich mein aigen swär.
täglicher sorg,
vil pöser mär
wirt Hauenstain gar selten lär.
möcht ichs
gewenden an gevür,
oder wer das wär, dem wolt ich immer
danken.
Mein landesfürst der ist mir gram
von pöser leute
neide,
mein dienst die sein im widerzam, das ist mir schad und
laide,
wie wol mir sust kain fürstlich stam
pei meinem
gueten aide
geswechet hab, leib, er, guet nam
in seiner
fürstenwaide,
köstlich raide.
Mein freund die hassen mich
überain
an schuld, des muess ich greisen.
das klag ich aller
welt gemain,
den frummen und den weisen,
darzue vil hohen
fürsten rain,
die sich ir er lan preisen,
das si mich armen
Wolkenstain
die wolf nicht lan erzeisen,
gar verweisen.
Oswald von Wolkenstein