Sirius wollte von mir wissen, wie alt die beiden Protagonisten der folgenden Geschichte sind; nun, am Ende der Geschichte ist sie 24 und er 25 Jahre alt, kennengelernt haben sie sich, als sie 21 Jahre alt und seit etwas mehr als einem Jahr allein war. Es sind also beide noch nicht sonderlich alt und haben vergleichsweise früh zu ihren Neigungen gefunden. Jan Thor
Ich kann nicht sagen, wann ich zum ersten Mal davon träumte, mich jemanden zu unterwerfen, und ich kenne kein auslösendes Ereignis: die Vorstellung begleitet mich schon, seit ich mich erinnern kann, nur, daß ich diesen Gedanken keinen Raum gab. Ich kann mich noch erinnern, wie ich das erste Mal davon las, daß früher, im Mittelalter, die Ritter, wenn sie auf Kreuzfahrt zogen -was auch immer Kreuzfahrten sein mochten- ihren Frauen Keuschheitsgürtel anlegten. Inzwischen weiß ich, was Kreuzfahrten waren, und daß die Geschichte mit den mittelalterlichen Keuschheitsgürteln ziemlicher Blödsinn ist, aber damals stellte ich mir vor, ich wäre so eine Dame, die ihrem Ritter stolz und mit klopfendem Herz und bebendem Busen ihren Schlüssel, und damit sich selbst übergibt. Nur daß ich nie darüber nachdachte, warum ich mir nun gerade diese Phantasie ausmalte. Überhaupt legte ich mir nie darüber Rechenschaft ab, warum ich ganz bestimmte Phantasien hatte, und weigerte mich, darüber nachzudenken, ob ich vielleicht andere Phantasien hatte, als die meisten anderen Leute.
Als ich mit dem Mann zusammenkam, mit dem ich noch immer zusammen bin, liebte ich es, ihm zu sagen "ich gehöre dir" oder "ich bin dein", und dann durchrieselte mich jedesmal ein Schauer, aber vermutlich sind das Worte, die viele Frauen oder auch Männer zu ihren Geliebten sagen. Davon, was ich mir ausmalte, wenn ich masturbierte, erzählte ich ihm nichts, ich hatte furchtbare Angst, es könnte unsere Beziehung zerstören: ich hatte keine Angst, er könnte kein Verständnis für mich haben oder entsetzt sein, sondern eher, er könnte auf meine Vorschläge eingehen, und wir würden dann in etwas hineingeraten, aus dem wir dann nicht mehr herausfinden würden, auch dann, wenn wir wollten. So ging das einige Zeit.
Irgendwann fragte mich mein Freund, ob er mich einmal in den Hintern vögeln dürfe, soweit ich weiß, ist das eine Bitte, die ziemlich viele Männer irgendwann einmal an ihre Freundin richten. Er konnte nicht wissen, daß eine meiner Phantasien darin bestand, daß mir mein strenger Besitzer verbot, meinen Schoß zu berühren, ihn sicherheitshalber mit einem Keuschheitsgürtel verschloß, und sich selbst dadurch befriedigte, daß er mich, wann immer es ihn danach gelüstete, in den Arsch fickte, so daß ich selbst nie befriedigt wurde, sondern immer nur seiner Befriedigung diente. Nur hatte ich noch nie zuvor Analverkehr gehabt, und der erste Versuch mit meinem Freund endete damit, daß ich in Ohnmacht fiel, als er versuchte, in mich einzudringen. Als ich wieder zu mir kam -ich war nur einen kurzen Augenblick lang ohnmächtig gewesen, und mein Freund hatte zuerst gar nicht bemerkt, was geschehen war- schliefen wir auf die übliche Art und Weise miteinander, ich aber fühlte mich beschämt: ich malte mir in meiner Phantasie Dinge aus, die ich in der Realität dann doch nicht ertragen konnte, weit entfernt davon, mich als Zeichen meiner Unterwerfung nur noch anal penetrieren zu lassen und auf jeden eigenen Orgasmus zu verzichten, war ich noch nicht einmal imstande, auch nur ein einziges Mal mit meinem Freund auf diese Art und Weise zu schlafen. Ich mußte mir klar machen, daß, würde ich meinem Freund meine Phantasien gestehen, und würde er darauf dann auch noch eingehen, was ja unwahrscheinlich genug wäre, daß ich dann wahrscheinlich eine sehr schlechte und kapriziöse Sklavin abgeben würde, und daß meine Träume, mich ihm ganz hinzugeben und zu schenken, einfach ziemlich unrealistisch waren.
In der "Geschichte der O" hatte ich gelesen, wie ein Mann systematisch den Anus einer Frau erweiterte, indem er sie zwang, ständig einen Pflock im Hintern zu tragen, den er nach und nach vergrößerte. Ich erzählte meinem Freund nach einigen Tagen davon; er meinte, er glaube, es komme mehr darauf an, daß ich mich nicht verkrampfen dürfe, sondern versuchen müsse, ganz locker zu bleiben. Ich sagte ihm, ich wolle mich ihm gerne auf jede ihm beliebige Form hingeben, und auch auf diese, wenn er Geduld mit mir hätte. Ich stellte fest, daß er ziemlich scharf darauf war, mich in den Arsch zu ficken, und so übte ich, locker zu bleiben und offen, während er mir in den folgenden Nächten oder Nachmittagen seine Finger oder andere Gegenstände in den Hintern steckte. Dann versuchten wir es erneut: als er ganz in mir drin war, glaubte ich, sterben zu müssen, aber mich fiel diesmal nicht wieder in Ohnmacht, und er schlief auf diese Art mit mir. Es gefiel ihm, wie er mir sagte, ganz außerordentlich, und er wollte wissen, wie es für mich war. Ich sagte ihm, daß ich keinen Orgasmus gehabt hatte, und daß es höllisch weh getan hatte. Und daß es der großartigste Fick in meinem Leben gewesen war, daß ich aber keinen Wert darauf legte, diese Erfahrung gleich noch einmal zu machen. Ich war klitschnaß zwischen den Beinen, und wir schliefen dann noch einmal auf die übliche Art und Weise miteinander, und ich glaubte, im Himmel zu schweben, obwohl mir der Arsch immer noch weh tat.
Dann wollte er wissen, warum es mir denn so gefallen hatte, wenn es doch so weh tat. Ich versuchte ihm zu erklären, daß ich das Gefühl gehabt hatte, mich ihm ganz hinzugeben und ihm mehr zu gehören, als jemals zuvor. Er fragte mich, ob es mir gefiel, wenn er mir weh tat. Er hatte mich so etwas nie direkt gefragt, und ich hatte mit ihm nie direkt darüber gesprochen, so daß ich ihn nie hatte anlügen müssen. Jetzt mußte ich ihm entweder die Wahrheit sagen oder ihn anlügen. "Ja, aber ich möchte nicht, daß du mich schlägst" sagte ich. "Ich werde dich nie schlagen, wenn du das nicht möchtest" sagte er, und dann schlief ich in seinen Armen ein.
Am nächsten Tag war er sehr neugierig und fragte mich aus, und auf seine Fragen hin gab ich ihm etwas von meinen Träumen und Phantasien preis: daß mich der Gedanke erregte, ich sei seine Sklavin, sein rechtloses Eigentum, daß ich aber auch Angst davor hatte, solche Spiele könnten unsere Beziehung gefährden. Wenn ich geil war, wollte ich sein Eigentum sein, aber wenn ich nicht geil war, wollte ich das ganz bestimmt nicht sein, dann wollte ich nur mir gehören. Aber in meinen Phantasien stellte ich mir nicht in erster Linie vor, er würde nun etwas ganz bestimmtes, dies oder das mit mir tun, sondern vor allem, daß ich sein Eigentum war und er zu jedem beliebigen Zeitpunkt mit mir tun konnte, was er wollte. Hätten wir eine Zeit vereinbart, Donnerstag von acht bis zehn, in der wir hätten spielen wollen, daß ich seine Sklavin und er mein Herr war, dann hätte ich überhaupt nicht gewußt, was wir in dieser Zeit hätten anfangen sollen. Ich wollte nicht, daß er mich auspeitschte oder etwas derartiges, meine Träume bezogen sich darauf, in unserem alltäglichen Leben sein Eigentum zu sein. Er hörte mir geduldig zu, und schlug vor, ich solle eine Woche lang seine Sklavin sein, und in dieser Woche solle ich ihm in allem gehorchen müssen, danach sollte wieder alles so sein, wie vorher. Wir vereinbarten außerdem ein Geheimwort, das ich aussprechen konnte, wenn ich es nicht mehr aushielt (das Wort war "Wolke"; weder er noch ich können uns daran erinnern, warum wir gerade dieses Wort gewählt haben). Er mußte mir noch versprechen, daß, wenn er mich in dieser Woche von hinten nahm, er Geduld mit mir haben sollte und mir Zeit lassen sollte, ihn in mich eindringen zu lassen.
Er benutzte diese Woche, wie ich befürchtet hatte, zuerst einmal dazu, mir sämtliche Haushaltsarbeiten zu überlassen. Ich ärgerte mich allerdings weniger, als ich erwartet hatte: dadurch, daß diese Arbeiten nun Teil unseres Spieles waren und den Zweck hatten, mich zu erniedrigen, bekamen sie etwas überraschend erotisches (leider hat sich dieses erotische der Hausarbeit seither ein wenig verflüchtigt; dafür habe ich mich an die Mehrarbeit inzwischen soweit gewöhnt, daß sie mir kaum noch auffällt). Außerdem malte er mit einem Filzstift seinen Namen auf meine Hinterbacke. Und er verbot mir, meine Genitalien zu berühren. Ich sagte ihm, daß ich es versuchen würde, daß ich mir aber nicht sicher sei, ob ich es schaffen würde, mich nicht zu berühren.
In der ersten Nacht fesselte er mich auf den Rücken und schlief mit mir. Am nächsten Morgen, als ich auf das Klingeln des Weckers wartete, war es eine große Versuchung, zu masturbieren, aber ich konnte ihr widerstehen (ich schlief meistens vor ihm ein und erwachte vor ihm; meistens masturbierte er, während ich schon, ich, während er noch schlief). Abends band er mich auf den Bauch und drang in meinen Hintern ein. Ich war glücklich und erfüllte, obwohl es nicht weniger weh tat als beim ersten Mal, aber in der Nacht fiel es mir furchtbar schwer, meine Scham nicht an meinem Glück teilhaben zu lassen. Am anderen Morgen wachte ich auf, spielte an mir herum, kam, und erinnerte mich dann erst wieder daran, daß mir das ja verboten war. Ich sagte es ihm an diesem Abend noch nicht, war aber den ganzen Tag über unglücklich, und am Abend, als wir uns wieder trafen, gestand ich ihm meine Verfehlung. Er erklärte mir, daß er sein Verbot erneuere, und daß er mich zur Strafe für den Rest der Woche nur noch oral oder anal benutzen würde.
Ich sagte ihm später, er dürfe mich schlagen, wenn ich etwas falsch gemacht hatte und seine Befehle mißachtet hatte, solange er mich nicht um des Schlagens willen schlage. Aber er sagte, er könne und werde mich nie schlagen. Ich erzählte ihm, daß ich schon als Kind davon phantasiert hatte, in einem Keuschheitsgürtel eingeschlossen zu sein, und daß ich im Internet Adressen gefunden hatte, wo es möglich war, Keuschheitsgürtel zu bestellen. Zwar waren diese Gürtel nicht gerade billig, aber wenn ich ehrlich war, war so ein Gürtel etwas, das ich mir schon immer gewünscht hatte. Zu meiner Freude und Beunruhigung war er gleich Feuer und Flamme für diese Idee, und ich mußte ihn nicht lange überreden, einen solchen Gürtel zu bestellen.
Eigentlich sollte der Gürtel, nach der Beschreibung, die ich erhalten hatte, einige Zeit vor dem Geburtstag meines Freundes geliefert werden. Ich hatte mir das so gedacht, daß ich den Gürtel bekam, das Tragen langsam übte, erst eine Stunde, dann vielleicht einige Tage, um mich zu vergewissern, wie lange ich es aushielt, in diesem Gürtel eingesperrt zu sein, ohne Wunden davonzutragen, und dann, an seinem Geburtstag, wollte ich den Gürtel anlegen, den Schlüssel verpacken und ihm als Geschenk überreichen. Es kam aber anders: sein Geburtstag verstrich, und der Gürtel ließ auf sich warten.
In der Zwischenzeit hatte sich unsere Beziehung zu einer Art 24/7-BDSM-Beziehung entwickelt (vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche). Er hatte mir einen neuen Namen gegeben, Pais, und nach langem Zögern, ein halbes Jahr nach den eben geschilderten Ereignissen, hatte ich mich bereit erklärt, mir seinen Namen, zusammen mit den Worten "Eigentum von" auf die linke Hinterbacke tätowieren zu lassen. Ich genierte mich schrecklich, nicht davor, mich vor einem Fremden nackt zu zeigen, obwohl ich mich auch davor genierte, sondern vor allem davor, daß ein anderer von unserem heimlichen Spiel erfahren sollte. Ich malte mir aus, der Tätowierer werde bestimmt eine bissige Bemerkung machen, und ich würde vor Scham im Erdboden versinken, und außerdem war ich überzeugt, er kenne zufällig alle unsere Bekannten, denen er brühwarm weitererzählen würde, wem er was wohin tätowiert habe, und beinahe hätte ich mich im letzten Moment noch einmal anders entschieden. Tatsächlich erwies sich der Tätowierer als ungepflegter und unsympathischer Typ, aber er schien mich eher zu bewundern, statt mich lächerlich zu finden.
Außerdem änderte sich meine Garderobe: zur Uni, zu meinen Freunden oder zu meinen Eltern trug ich noch immer in etwa das gleiche, wie sonst auch immer, daheim aber hatte ich strikte Anweisung, daß ich, sobald ich nach Hause kam, nur noch Reizwäsche tragen durfte. Da ich am Anfang überhaupt nichts derartiges besaß, und ich feststellen mußte, daß derartige Wäsche nicht ganz billig ist, war es am Anfang nicht möglich, diesem Befehl immer nachzukommen, und es dauerte lange, bis ich mir genügend dieser Teile zusammensparen konnte.
Ich versuchte ein paarmal, mit dem Masturbieren aufzuhören, hatte damit aber wenig Erfolg. Ich fand es zwar schön, wie ich geiler und geiler wurde, wenn ich es mir versagte, mich selbst zu befriedigen, und ich wurde auch unterwürfiger und fühlte mich mehr als das Eigentum meines Freundes, aber irgendwann machten meine Finger dann doch, was sie wollten.
Als der Gürtel kam, kam er zunächst in Form einer Benachrichtigung, auf das nächste Postamt zu gehen, und es war mein Freund, der diese Benachrichtigung fand. Ich ging zum Postamt, auf dem Weg regnete es in Strömen, und trotz meines Regenschirms war ich ganz naß vom Regen, als ich wieder daheim ankam. Dort befahl mir mein Freund, mich auszuziehen, und er packte das Paket aus. Dann legte er mir den Gürtel an und steckte den Schlüssel ein.
Es war furchtbar: der Gürtel scheuerte und drückte, und ich hatte Angst, mein Freund würde das Schloß nicht mehr aufbekommen, weil es sich in der komplizierten Konstruktion irgendwie verhedderte. Ich benutzte zum allerersten Mal unser Geheimwort. Der Gürtel verschwand im Schrank, wir hatten schließlich keine Lust, Besuchern zu erklären, um was es sich hier handelte. Dann erklärte ich meinem Freund, ich würde gerne versuchen, den Gürtel zu tragen, wenn ich am Anfang den Schlüssel selbst behalten durfte. Er war einverstanden, und das nächste Mal, als ich den Gürtel trug, nachdem ich mich mehrmals vergewissert hatte, daß das Schloß sich problemlos schließen und öffnen ließ, stellte ich fest, daß der Gürtel eigentlich überhaupt nicht scheuerte und auch viel weniger drückte, als ich eigentlich gedacht hatte, er hinderte mich zwar etwas daran, tief durchzuatmen, beschränkte bestimmte Bewegungen, und am Anfang vergaß ich immer wieder beim Hinsetzen, an ihn zu denken, aber alles in allem war er, zumindest beim kurzfristigen Tragen, weniger unbequem, als ich beim ersten Mal gedacht hatte. Nach einer Stunde nahm ich ihn wieder ab und suchte meinen Körper nach Druckstellen ab, dann legte ich ihn wieder an und probierte, ob ich mit diesem Gürtel die Toilette benutzen konnte. Ich konnte in dem Gürtel aufs Klo gehen und Duschen, und ich beschloß, ihn mindestens vierundzwanzig Stunden lang am Stück zu tragen.
In der folgenden Zeit stellte ich dann fest, daß ich den Gürtel eine beliebig lange Zeit tragen kann, ohne negative Folgen. Allerdings muß ich, um das Masturbieren zuverlässig zu verhindern, auch das sekundäre Schild tragen; damit hat es folgendes auf sich: der Keuschheitsgürtel ist ja, streng genommen, kein Gürtel, sondern eher so eine Art eiserner Unterhose. An der Stelle, wo er die Vulva bedeckt, hat er, bei meinem Modell, einen relativ breiten Schlitz, und da er sehr eng anliegt, werden die beiden äußeren Schamlippen leicht durch diesem Schlitz hindurchgedrückt. Ich habe mittlerweilen Bilder von anderen Frauen mit Keuschheitsgürteln gesehen, bei denen der Gürtel an dieser Stelle frei in der Luft hing und die Vulva keineswegs gegen den Schlitz gepreßt wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Gürtel das Masturbieren wirklich verhindern, weil es kein Problem ist, die Finger unter den Gürtel zu bekommen, und selbst wenn das nicht möglich wäre, wäre es möglich, die Schamlippen an dem Gürtel zu reiben. Durch die Konstruktion meines Modells ist es aber so, daß ich meine Schamlippen durch diesen Spalt berühren könnte. Es gibt deswegen noch einmal eine zweite Abdeckung, die sich zusätzlich über der ersten befestigen läßt und die nur ein paar winzige Löcher für den Urin enthält. Ich habe von einer Frau gelesen, daß sie auch ohne diese zusätzliche Abdeckung nicht zum Orgasmus kommen kann, aber ich bin in dieser Hinsicht weniger glücklich dran. Mit dem zweiten angelegten Schild kann aber der Urin und die Monatsblutung wesentlich schlechter abfließen, und die Hygiene wird komplizierter.
Mit dem zweiten Schild ist es für mich so gut wie unmöglich, zu einem Orgasmus zu kommen. In zwei Jahren ist es mir bei ein paar Gelegenheiten, die sich aber an einer Hand abzählen lassen, gelungen, ohne vaginale Stimulation zum Orgasmus zu kommen. Ich wußte früher nicht, daß ich diese Fähigkeit überhaupt besitze, aber in irgend einer Frauenzeitschrift habe ich gelesen, daß zehn Prozent aller Frauen diese Fähigkeit haben.
Nachdem ich mich vergewissert hatte, daß ich den Gürtel über einen längeren Zeitraum tragen kann, übergab ich den Schlüssel meinem Freund. Nachdem wir damit herumexperimentiert hatten und ich den Gürtel eigentlich permanent trug und nur zum Sex ablegen durfte, setzten wir einen Vertrag auf, daß mein Freund das Recht hat, mir den Keuschheitsgürtel jederzeit, zu jedem beliebigen Zeitpunkt, anzulegen, und daß er das Recht hat, mich einen beliebigen Zeitpunkt in diesem Keuschheitsgürtel zu lassen, auch für immer, wenn er das möchte. Außerdem vereinbarten wir, auf meine Anregung hin, daß es mir verboten war, darum zu bitten, aus dem Gürtel befreit zu werden, und daß es mir auch verboten war, zu fragen, wie lange ich den Gürtel diesmal tragen mußte. Wenn ich ihn fragte, sollte er mir sagen "länger, als wenn du nicht gefragt hättest", und genauso sollte er reagieren, wenn ich darum bettelte, freigelassen zu werden, und noch nicht einmal unser Geheimwort sollte in diesem Zusammenhang gültig sein.
Es zeigte sich allerdings, daß, wenn ich längere Zeit in dem Gürtel eingeschlossen war, ich ganz geil und lüstern wurde, und dann wurde ich immer auch sehr masochistisch und wollte mich meinem Freund unterwerfen und ihm bedingungslos gehorchen und nur seiner Lust dienen und endlich einen Orgasmus haben. Hatte er mich dann aber befreit und mit mir geschlafen, und lagen wir dann ruhig nebeneinander, dann dachte ich mir eher: "was mache ich hier eigentlich? Bin ich verrückt? Will ich das überhaupt?" Ich erzählte ihm davon, und davon, daß ich mir in meinen Phantasien ausgemalt hatte, mein Herr würde mich für immer in meinem Gürtel einschließen und mir jeden eigenen Orgasmus verweigern. Ich war mir nicht sicher, ob es wirklich das war, was ich wollte. Es konnte sein, daß, wenn ich wußte, daß selbst die größte Unterwürfigkeit nicht mit einem Orgasmus belohnt werden würde, daß ich dann die Vorstellung, für immer eingeschlossen zu sein in meinem Keuschheitsgürtel, nicht länger anregend, sondern nur noch quälend fand. Er erklärte mir, daß er meinen Gürtel ein Jahr lang nicht aufschließen würde, und daß er mich nach Ablauf dieses Jahres noch einmal nach meinen Gefühlen und Empfindungen fragen würde. Das bedeutete nicht, daß er mich nach diesem Jahr notwendigerweise wieder aufschließen würde, wenn ich das bis dahin wollte, sondern er behielt sich das Recht vor, mich auch gegen meinen Willen bis an mein Lebensende verschlossen zu halten, aber ich würde nach Ablauf dieses Jahres Gelegenheit bekommen, zu sagen, ob es mir noch immer gefiel.
Unser Verhältnis änderte sich daraufhin auf merkwürdige Art und Weise: bisher hatte er mich dadurch erpressen können, daß es in seiner Macht stand, wann ich das nächste Mal Erlösung von meiner Erregung fand. Nun war es egal, wie ich mich ihm gegenüber benahm, zumindest in dieser Hinsicht, da ich so oder so in absehbarer Zeit nicht befreit werden würde. Wenn ich ihm gehorchte, dann nur aus Liebe.
Am Anfang dachte ich, ich würde es nicht aushalten, nicht mehr befreit zu werden, ich lag nächtelang wach oder hatte das Gefühl, mich auf nichts anderes konzentrieren zu können als darauf, daß ich in einem Keuschheitsgürtel eingesperrt war. Ich habe mich nie daran gewöhnt, aber später wußte ich dann, daß ich es aushalten konnte, und es wurde etwas normales. Es wurde nicht weniger quälend und aufreibend, aber es wurde zu einem Teil meines Lebens.
Ich glaube, schlimmer wäre für mich gewesen, ich hätte nicht mehr in seinen Armen einschlafen dürfen, obwohl eine meiner Phantasien darin besteht, auf dem Boden schlafen zu müssen. Aber das ist etwas, das ich nicht wirklich will, nicht in der Realität, in dem Keuschheitsgürtel eingesperrt sein möchte ich dagegen wirklich sein.
Ich blieb nicht wirklich wörtlich ein ganzes Jahr lang ununterbrochen in dem Gürtel eingeschlossen, einmal ging ich zu einer Gynäkologin, und ein paar mal schloß mein Freund mich auf, um zu untersuchen, ob der Gürtel mir nicht doch schadete. Aber ich war nie unbeaufsichtigt, und er schlief nicht mit mir oder erlaubte mir, mich zu berühren. Meistens befriedigte ich ihn oral, aber wenigstens einmal in der Woche, gewöhnlich öfters verkehrte er anal mit mir. Wenn er kommt, dann komme ich zwar nicht, aber fühle mich tief befriedigt, und es ist das schönste Geschenk, daß er mir machen kann.
Nachdem das Jahr um war, sagte ich, daß ich nicht sagen könne, wie es in Zukunft werden würde, aber daß ich im Moment so glücklich sei wie noch nie zuvor. Mein Freund schlug vor, wir könnten ja das Schloß zu meinem Gürtel zuschweißen lassen und mich auf diese Art und Weise für immer einsperren, aber ich möchte vielleicht Kinder bekommen, abgesehen davon, daß ich bei einem Unfall gerne wieder befreit werden möchte, und so verwarfen wir das. Im Internet erfuhr ich von einer Frau, die sich das Band um die Hüfte hatte zuschweißen lassen, aber nicht das Band zwischen den Beinen, so daß sie den Gürtel auch mit Schlüssel nicht mehr ablegen kann, aber ihr Freund kann noch mit ihr schlafen. Ich werde mir wohl irgendwann einmal das Halsband zuschweißen lassen, aber ich weiß noch nicht, wo und wie.
In diesem Jahr war ich über sehr lange Zeiträume hinweg frei und nicht in meinem Gürtel eingeschlossen, und ein paarmal habe ich der Versuchung nicht widerstehen können, mich selbst zu befriedigen, aber ich denke, ich tat es zum Teil auch deswegen, weil ich wissen wollte, ob es überhaupt noch geht; ich kann mich inzwischen sehr viel besser beherrschen und auch ohne Keuschheitsgürtel lange keusch bleiben. Eine Tante meines Freundes war gestorben und hatte ihm (und seinen zwei Brüdern) einen Teil ihres Vermögens vererbt. Viel war es nicht (37.524,20 DM geteilt durch drei), aber es genügte, daß er sich einen langgehegten Wunsch erfüllen konnte, und am Ende nicht allzu viel selbst dazu bezahlen mußte. Er sagte mir, ich würde mir meine Brüste vergrößern lassen, und er zeigte mir Photos, was in etwa er sich vorstellte. Diese Bilder erstaunten mich, ich hatte bisher gedacht, daß etwa Pamela Anderson große Brüste hat, aber diese Bilder zeigten mir, daß ich mich wohl geirrt hatte. Ich war zuerst schockiert, und gegen meinen Willen hätte er mich zu nichts zwingen können, und ich glaube, wenn ich ganz und gar nicht gewollt hätte, hätte er nicht darauf bestanden, aber als er mir erklärte, er wolle mir so große Brüste machen lassen, um mich damit zu erniedrigen: immer, wenn mich das Gewicht meiner Brüste in den Schultern schmerzte oder die Menschen mich auf der Straße anstarrten, dann würde ich daran erinnert werden, daß ich sein Eigentum war und er mit mir machen konnte, was er wollte, als er es mir auf diese Weise darstellte, war ich nicht mehr völlig abgeneigt, ihm zu gehorchen. Ich fand zwar, es wäre viel vernünftiger, das Geld anzulegen, da wir beide alles andere als reich sind (vielleicht braucht einer von uns beiden demnächst ein Auto, oder etwas unvorhergesehenes passiert), aber es war schließlich sein Geld, und er konnte damit machen, was er wollte. Und hätten wir beide auf einer einsamen Insel gewohnt, dann wäre ich bereit gewesen, mir diese zwei Monster einpflanzen zu lassen. Aber ich schauderte bei dem Gedanken, was wohl meine ganzen Freunde dazu sagen würden, wenn sie mich mit meinen neuen Brüsten sehen würden, oder erst meine Eltern; weder meine Freunde noch meine Eltern wußten, von welcher Art die Beziehung zwischen mir und meinem Lebensgefährten waren, und ich dachte, ich würde nie wieder das Haus verlassen können.
Ich war in einem furchtbaren Konflikt, weil ich ja auch nicht ungehorsam sein wollte. Mein Freund meinte, daß ja eben gerade darin ein Reiz der Sache bestehe, daß ich diese Brüste vor niemanden würde verbergen können. Er deutete an, daß er mich verlassen würde, obwohl er es nie explizit so sagte, und schließlich stimmte ich zu.
Daraufhin veranstaltete er eine kleine Zeremonie: er zeigte mir drei Bilder von Frauen, eine Frau mit Körbchengröße F, eine mit G und eine mit H. Er beschriftete drei Zettel mit "F", "G" beziehungsweise "H" und sagte mir, ich solle einen Zettel ziehen, und was ich dann zog, das sollte ich bekommen. Ich wurde etwas theatralisch und warf mich ihm zu Füßen und flehte ihn an, mir das zu erlassen und sich mit einem F zufrieden zu geben, einer Größe, von deren Existenz ich bisher noch nichts gewußt hatte.
Wir fanden nicht auf Anhieb einen Arzt, der zu der Operation bereit war, und ich mußte mehrmals erzählen, was ich wollte, wobei ich jedesmal tausend Tode zu sterben glaubte vor Scham. Bei den Untersuchungen und Operationen mußte ich den Gürtel nicht anbehalten, hatten wir vereinbart, und als wir schließlich mit dem Flugzeug den Arzt aufsuchten, den wir endlich gefunden hatte, blieb der Gürtel ganz zu Hause, da wir nicht recht wußten, wie wir erklären sollten, daß ich die Metalldetektoren in Alarm versetzte, ohne in Verlegenheit zu geraten. Es waren dann mehrere Eingriffe nötig, und in dieser ganzen Zeit trug ich den Gürtel nicht. Wir schliefen auf die übliche Art und Weise miteinander, und ich stellte fest, daß ich das doch ziemlich vermißt hatte, und mein Freund auch. Als wir wieder Zuhause waren, legte er mir den Gürtel wieder an, aber gelegentlich werde ich freigelassen, um mit ihm zu schlafen.
Was meine Freunde hinter meinem Rücken über mich sagen, weiß ich nicht, offen ins Gesicht hat mir niemand etwas kränkendes gesagt. Eine Freundin, meine Freundin, zog ich endlich ins Vertrauen, was die Beziehung zwischen mir und meinem Freund anging, und zu meiner Überraschung fand sie nicht, daß ich verrückt bin, sondern sie nannte mich mutig, und ich fand es sehr schön ermutigend, das zu hören. Meine Eltern waren verwirrt, wagten aber nichts zu sagen.
An dieser Stelle sollte nun eigentlich der Schluß der Geschichte kommen, irgend eine Art Schlußpointe, die die Symmetrie der Geschichte garantiert. Ich weiß aber keinen Schluß, ich weiß auch nicht, wie die Geschichte weitergeht.
Untitled III, Teil Zwei].
Back to the Fictional Stories Page
Back to Main Chastity Belt Page